Interkulturelle Nahraumbegegnung
In der Praxis der Kinder- und Jugendarbeit lässt sich immer wieder beobachten, dass pauschalisierte Vorurteile innerhalb verschiedener ethnischer Gruppen die Bemühungen um Integration stark beeinträchtigen. Gleichzeitig zeigen Erfahrungen, dass durch persönliches Erleben bei gemeinsamen Freizeitinteressen das Miteinander gefördert wird und vorgefasste Meinungsbilder abgebaut werden können. Vor diesem Hintergrund führt der AKJ regelmäßig Begegnungsmaßnahmen mit Jugendlichen verschiedener Herkunft durch. Inhaltlicher Schwerpunkt ist das gegenseitige Kennen lernen, interkulturelles Lernen sowie der Austausch über die eigene Lebenssituation.

Im Laufe der Nahraumbegegnung setzen sich die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihrer eigenen kulturellen Identität auseinander. Ängste und Vorurteile vor den anderen Kulturen werden abgebaut, die unterschiedlichen Hintergründe von Migration werden einander dargestellt. Gemeinsame Erlebnisse der Teilnehmer werden durch erlebnispädagogische Angebote in den Vordergrund gestellt, wodurch ein Zusammengehörigkeitsgefühl erzeugt werden soll. Das Selbstbewusstsein der Jugendlichen soll gestärkt werden und dadurch zum Abbau von vorurteilsbedingten Rollenzuschreibungen beitragen.   Ziel der Nahraumbegegnung ist, Jugendliche bei der differenzierten Wahrnehmung unterschiedlicher Kulturen zu unterstützen. Gegenseitige Toleranz und Verständnis soll die Interaktion zwischen Jugendlichen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen verbessern. Gewonnene Erkenntnisse werden ausgewertet und in den Regelbetrieb der Jugendeinrichtungen und -gruppen zu denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehören, implantiert.