Kommunale Bildungslandschaften

"Wir hier" - Jugendverbände und Jugendringe in Kommunalen Bildungslandschaften

Wer?
Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt des Landesjugendrings NRW mit den Stadt- und Kreisjugendringen Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Siegen und Siegen-Wittgenstein.
Der Arbeitskreis Jugend Essen (AKJ) führt das Projekt vor Ort im Umfang einer halben (19,5 Std/Woche) Personalstelle durch.  

Wie lange?

Ende des Projektes: 31.5.2016

Was?
Als Orte non-formaler und informeller Bildung nehmen die Jugendverbände einen wichtigen Platz in einer Bildungslandschaft ein, um ganzheitliche Bildung für Kinder und Jugendliche erlebbar zu machen. Mit ihren freiwilligen und mitbestimmbaren Angeboten bieten Jugendverbände Kindern und Jugendlichen vielfältige Selbstbildungs- und Entfaltungsmöglichkeiten. In Jugendverbänden „leiten“ junge Menschen sich selbst. Beständig und alltäglich finden informelle Bildungsprozesse statt, durch die Kinder und Jugendliche Kompetenzen für eine erfolgreiche Lebensbewältigung entwickeln, wie bspw. Selbstbestimmung, Handlungsfähigkeit, Kritikfähigkeit und Verantwortung.  

Der Arbeitskreis Jugend (AKJ) Essen versteht Bildung als einen biographisch orientierten, offenen Prozess. Bildung ist mehr als der Erwerb von berufsrelevanten Fertigkeiten und Wissensinhalten in formalen Lernfeldern wie Schule, Ausbildung und Studium. Bildung heißt immer, sich (selbst) bilden. Denn Bildung ist eine aktive Betätigung des Menschen, indem dieser sich selbst verändert. Bildung dient der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und Individualität. Ziel ist eine selbstbestimmte und erfolgreiche Lebensführung – sowohl in Partnerschaft und Familie, als auch in Bezug auf soziale, kulturelle, berufliche und politische Teilhabe.

Ziele des AKJ
  1. Die Essener Bildungslandschaft soll tatsächlich als Landschaft gestaltet werden. Dies beinhaltet eine Schärfung der Wahrnehmung von Stadtgesellschaft und Politik, dass Bildung mehr ist als Schule und Bildung nicht ausschließlich auf die gesellschaftliche Verwertbarkeit von Kindern und Jugendlichen auszurichten ist.
  2. Mit der Teilnahme am Projekt soll eine Profilschärfung der Jugendverbandsarbeit als Teil von Bildung bzw. Bildungslandschaften erreicht werden.
  3. Die Entwicklung von gemeinsamen Qualitätsstandards und -kriterien für die Beteiligung von Jugendverbänden in der Bildungslandschaft soll durch die Teilnahme am Projekt vorangetrieben werden.

Kooperationspartner:
  • Mitgliedsverbände des AKJ
  • Landesjugendring NRW e.V.Jugendamt der Stadt Essen,
  • Jugendhilfe gGmbH,
  • Institut für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung (ISSAB)
Best-Practice Beispiel:
Im gerade gestarteten „Partizipationsprojekt „Dein Block – Deine Meinung“ im benachteiligten Stadtteil Altenessen stehen die Kinder und Jugendlichen und ihre Sicht auf ihren Lebens- und Bildungsraum im Mittelpunkt. Ziel ist es, die Bedarfe und Meinungen junger Menschen im Stadtteil Altenessen zu ermitteln und ernst zunehmen, d.h. Kinder und Jugendliche konkret im Stadtteil zu beteiligen – eine Reaktion auf die von der Bezirksvertretung und der Altenessen-Konferenz festgestellten bislang mangelnden Beteiligung junger Menschen im Rahmen der Stadtentwicklung.