AKJ-Forum
Der AKJ hat sich zur Aufgabe gemacht, ein Fachforum zu initiieren, dass ein bis zweimal jährlich im Rahmen einer Arbeitskonferenz aktuelle jugendpolitische Themen aufgreift.

Das AKJ-Forum spiegelt die vielfältige Essener Trägerlandschaft wieder. Es setzt sich zusammen aus ehrenamtlichen oder hauptamtlichen Fachleuten der anerkannten freien Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Auch die Träger der Kinder- und Jugendarbeit, die nicht in einer verbandlichen Struktur organisiert sind, sollen die Möglichkeit haben sich über das AKJ-Forum an jugendpolitischen Prozessen zu beteiligen. Durch die breite Basis des AKJ-Forums sollen die Interessen aller Essener Kinder und Jugendlichen vertreten werden.

Das AKJ-Forum soll dazu dienen, gemeinsame, verbandsübergreifende Strategien zur Verbesserung der Situation von Kindern- und Jugendliche in Essen zu entwickeln. Zusätzlich bietet es Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch zwischen den unterschiedlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Erarbeitete Ergebnisse eines Forums werden in die kommunalpolitischen Gremien eingebracht und durch den AKJ vertreten.
1. AKJ-Forum zum Thema "Kinderarmut"
Das 1. AKJ-Forum widmete sich dem Thema "Kinderarmut in Essen". Anlass dazu war die Veröffentlichung der Kinderberichte 2004/2008 der Stadt Essen, in denen einmal mehr deutlich wird, dass Armut für viele junge Menschen in Essen oft bitterer Alltag ist. Das Fachforum wollte Initiierungsprozesse schaffen, um dieses gesellschaftliche Problem gemeinschaftlich und nachhaltig zu bekämpfen. Gemeinsam mit PraktikerInnen der freien Träger der Essener Kinder- und Jugendarbeit wurden Forderungen, Handlungsempfehlungen und Strategien zur Bekämpfung der Kinderarmut in Essen entwickelt und im Anschluss im Rahmen einer Podiumsdiskussion der Öffentlichkeit vorgestellt und mit Vertretern der Kinder- und Jugendarbeit in Essen und den Essener Ratsfraktionen diskutiert. Das Ziel des AKJ-Forums war es, die Teilhabechancen benachteiligter Essener Kinder und Jugendlicher nachhaltig zu verbessern und die Akteure der Kinder- und Jugendarbeit in Essen sowie die Öffentlichkeit in Hinblick auf das Thema Kinderarmut zu sensibilisieren. Gleichzeitig sollte das Alltagshandeln der PraktikerInnen im Kontext von Armut qualifiziert werden. Entscheidend war zudem die Formulierung von politischen Forderungen aus Sicht der Kinder- und Jugendarbeit, damit Ergebnisse der Veranstaltung in kommunalpolitische Entscheidungsprozesse eingebracht werden können. Die ergebnisse wurden umfassend dokumentiert.